Abgasnormen und Unterschiede

Vorweg:

In der EU gelten Grenzwerte für
Kohlenstoffmonoxid (CO),
Stickstoffoxide (NOx),
Kohlenwasserstoffe (CnHm),
die Partikelmasse (PM) und die
Partikelanzahl (PN). 
Die Grenzwerte unterscheiden sich dabei sowohl nach der Art des Motors (Otto- oder Dieselmotor) als auch nach Kraftfahrzeugtyp (Pkw, Lkw, Motorräder oder Mopeds). Der  
konzentriert sich heute Gesetzgeber im Wesentlichen auf drei Faktoren: Die Kohlendioxid-, die Stickoxid- und die Partikelemissionen.

Die CO2-Emissionen schlagen sich in der Kfz-Steuer nieder. Stickoxide und Partikel dagegen sind für die meisten Fahrer nur interessant, weil sie auf keinen Fall ein Fahrzeug erwerben wollen, dem darum Fahrverbote und eventueller Wertverlust drohen.
Entscheidend für die Abgasnorm des Pkw ist nie das Kauf-, sondern das  Erstzulassungsdatum.


Die derzeitigen Normen und ihre Unterschiede

Seit September 2015 gilt die Klasse Euro 6b für alle neuen Pkw verbindlich. Für Fahrzeuge mit Ottomotor (Benziner) gilt ein Stickoxid-Grenzwert von 60 Milligramm pro Kilometer, für Fahrzeuge mit Dieselmotoren gelten 80 Milligramm. In der Klasse Euro 6 gibt es weitere Unterteilungen, die vor allem das Prüfverfahren berühren.

Bis einschließlich zur Euro-6b-Norm war das Verfahren NEFZ (Neuer Europäischer Fahrzyklus) verpflichtend für die Zulassung. Bei dem NEFZ sind Rahmenbedingungen für Abgastests festgelegt, dazu gehören Geschwindigkeit, aber auch Temperatur. 

Nach einem Kaltstart des Fahrzeugs steht zum Beispiel für die erste Viertelstunde das Fahren im simulierten Stadtverkehr mit mehrfachem Beschleunigen und Abbremsen sowie Stillstandsphasen auf dem Programm. Der Test dauert 20 Minuten, davon ist ein Viertel auf die Standzeit bezogen und findet komplett unter Laborbedingungen auf dem Prüfstand statt.

Ein entscheidender Unterschied beim Sprung von Euro 6b auf Euro 6c ist das veränderte Prüfverfahren; die einzuhaltenden Grenzwerte sind nahezu unverändert. Nunmehr ist statt NEFZ das «Worldwide Harmonized Light Duty Test Procedure» (WLTP) vorgeschrieben.
Im Gegensatz zum NEFZ dauert der Test zehn Minuten länger und kommt nur noch auf 13 Prozent Stillzeit. Die gesamte Zykluslänge beträgt 23,25 Kilometer bei einer Maximalgeschwindigkeit von 131 Stundenkilometern.

Im Gegensatz zum NEFZ werden Sonderausstattungen für Gewicht, Aerodynamik und Bordnetzbedarf berücksichtigt. Unter Euro 6c findet die Abgasmessung (WLTP-Test) komplett auf dem Prüfstand statt. Erst mit dem nächsten Standard, dem Euro 6d-TEMP, ist eine Abgasmessung während einer Fahrt auf der Straße Teil des Zulassungsverfahrens.

Neue Modelle, die frisch auf den Markt kommen, müssen bereits seit September 2017 die strenge Norm Euro 6d-TEMP einhalten. Bereits zuvor genehmigte Modelle, die noch gebaut werden, durften noch bis Ende August dieses Jahres mit dem schwachen Standard Euro 6b zugelassen werden. Für Euro 6c gilt eine Zulassungsfrist bis Ende August 2019. Ab dem 1. September 2019 müssen dann alle Neuwagen, die verkauft werden, der Euro-6d-TEMP-Norm genügen.

Urteil zum Diesel-Fahrverbot – Was Sie wissen sollten.
Die Diesel-Fahrverbots-Urteile verursachen weiterhin viel Wirbel und Unklarheiten bei Autofahrern, Firmen und Kommunen.
Hier der derzeitige Stand:

Um Fahrverbote zu verhindern hat der Bund am 02.Oktober 2018 ein Bündel von Maßnahmen aus Hardware-Nachrüstungen, Software-Updates und Flottenwechsel vorgestellt. 

Der ADAC gibt eine Übersicht zu den wichtigsten Fragen und Antworten rund um Dieselfahrverbote:
  • Wo gibt es bereits bzw. wo drohen Fahrverbote? 
  • Und welches Auto sollen Verbraucher überhaupt noch kaufen?
  • Was gilt für das Fahrverbot in Berlin?
  • Was gilt für Euro-6-Diesel?
  • Diesel-Paket: Das muss ich wissen
  • Was gilt für das Fahrverbot in Frankfurt?
  • Wie wird das Fahrverbot ab 2019 in Stuttgart aussehen?
  • Was muss ich zum Fahrverbot in Hamburg wissen?
  • Sind weitere Streckensperrungen zu erwarten?
  • In vielen Städten gibt es bereits Umweltzonen – könnten diese verschärft werden?
  • Können auch Benziner von Fahrverboten betroffen sein?
  • Ab wann und wie lang gelten die Fahrverbote?
  • Welche Fahrzeuge sind betroffen?
  • Werden ganze Stadtviertel oder nur einzelne Straßen gesperrt?
  • Kann ich heute schon nachrüsten?
  • Was droht bei Nichteinhaltung des Fahrverbots? 
  • Wie werden Fahrverbote kontrolliert?
  • Wird es Ausnahmen bei den Fahrverboten geben?
  • Was ist mit der blauen Plakette und welche Bedeutung hat noch die grüne Plakette?
  • Welches Auto (Neuwagen oder Gebrauchtwagen) soll ich nun kaufen?
Die Fragen werden auf den Seiten des ADAC ausführlich beantwortet. 
Hier der Link zum Lesen: 

Was ist eigentlich ein EU-Fahrzeug?

Bei einem EU-Fahrzeug handelt es sich um ein KFZ, der - wie alle anderen Fahrzeuge innerhalb einer Modellpalette eines Herstellers – im gleichen Werk produziert, aber für andere Länder der Europäischen Union produziert wird.

Es findet jedoch zum tatsächlichen Verkauf eine Überführung aus einem EU-Land nach Deutschland statt.
Was sind "deutsche" Fahrzeuge im Vergleich zu EU-Fahrzeuge?

Autohersteller bauen ihre Fahrzeuge für alle Märkte, meistens sogar im gleichen Werk. Da machen weder Audi, VW, Skoda, Nissan oder Opel, Ford, BMW und Kia eine Ausnahme.

Zwei Kriterien sorgen jedoch dafür, dass sich Preise und Ausstattungen von ein und demselben Modell unterscheiden:

1. Unterschiedliche Bedingungen und Anforderungen in einzelnen Ländern

Autokäufer aus dem Land A legen z. B. mehr Wert auf die Sicherheit im Auto, die Käufer im Land B vielleicht auf Multimedia oder bestimmte Komfort-Ausstattungen.
Diese unterschiedlichen Kundenwünsche können zu generellen Unterschieden in den Ausstattungen führen.
"Deutsche" Fahrzeuge sind also nicht von besonderer Qualität, wurden nicht mit anderen Rohstoffen oder gar ausschließlich in Deutschland produziert, sondern wurden lediglich nach den häufigsten Wünschen der Deutschen konfiguriert. 

Wenn Sie sich für ein bestimmtes Modell aus unserem Angebot interessieren, rufen Sie uns einfach an. Wir beraten Sie gerne zu unterschiedlichen Ausstattungen und geben Ihnen Informationen zu den Vorteilen gegenüber Fahrzeugen vom Markenhändler.

2. Unterschiedlich kalkulierte Netto-Verkaufspreise

In Staaten mit einer höheren Mehrwertsteuer und in Staaten, in denen Autos als Luxusgüter noch zusätzlich besteuert werden, sind die Netto-Verkaufspreise für Neuwagen entsprechend niedrig, damit ein Auto für die Bürger dieses Landes überhaupt noch bezahlbar ist (z. B. in Dänemark mit einer Mehrwertsteuer von 25% und einer Zulassungssteuer von 105% bzw. 180%). 
Das günstige Angebot für einen EU-Neuwagen kann sich beispielsweise aus einer dem Land und seinen Steuern angepassten Preisen der Autohersteller ergeben.

Zusätzlich haben die Autohersteller unterschiedliche Richtlinien in ihrer Preispolitik.
In einem EU-Land, das wirtschaftlich stark ist, in dem die Menschen im Durchschnitt eine relativ hohe Kaufkraft haben, in denen beispielsweise die Inflation im Verhältnis zu anderen Staaten geringer ist, in diesen Ländern kann dem Grunde nach auch ein höherer Preis durchgesetzt werden.
Wie sieht's mit der Garantie und Gewährleistung aus?

Solange es sich bei Ihrem Wunschfahrzeug um einen Neuwagen aus der Europäischen Union handelt, brauchen Sie sich im Bezug auf Garantie- und Gewährleistungsansprüche keine Sorgen machen. Die Ansprüche gelten nämlich im kompletten EU-Bereich.
Alle Vertragswerkstätten in Deutschland sind verpflichtet, entstehende Ansprüche aus Gewährleistung oder Garantie zu bearbeiten.


Alle von uns angebotenen EU-Neuwagen haben meistens einen deutschen amtlichen Fahrzeugbrief. In wenigen Fällen erledigt das auch direkt die Zulassungsstelle. Keiner unserer EU-Neuwagen hatte weder in Deutschland noch im Ausland eine Zulassung. Sie werden bei der Zulassung des Fahrzeugs als Erstbesitzer eingetragen.

Natürlich haben wir auch Fahrzeuge mit Tageszulassungen; diese werden gesondert durch uns gekennzeichnet.
Ich möchte mein KFZ lieber selbst im Ausland kaufen. Was muss ich beachten?

Mit dem Wegfall der Grenzen innerhalb von Europäischen Union sind auch viele Handelsbeschränkungen gefallen. EU-Bürger haben jederzeit das Recht und die Möglichkeit, Waren auch in anderen EU-Mitgliedsländern zu kaufen. Das betrifft nicht nur den Einkauf im Internet, sondern auch Fahrzeuge. Damit können Sie grundsätzlich als Privatperson ein Auto aus dem Ausland importieren. Jedoch ist der Verwaltungsaufwand keinesfalls zu unterschätzen. 

Ein weiterer Punkt ist das Finanzamt. Sie haben nach der Einführung genau zehn Tage Zeit, die fällige Mehrwertsteuer beim Finanzamt unter Vorlage der Originalrechnung zu begleichen. So kann das vermeintliche Schnäppchen aus dem Ausland eine teure Angelegenheit werden.

Beim Fahrzeugkauf im Ausland spielt ebenfalls das COC eine entscheidende Rolle. Dabei handelt es sich um ein Dokument, das die Zulassungsstelle gleichfalls benötigt.

Einen reibungslosen Ablauf können Sie nur dann realisieren, wenn Sie sich gut auf den Autokauf vorbereiten und sich bestenfalls Unterstützung von einem Experten holen. 

Sind die Preise von Bögelsack die Endpreise?

Ja natürlich.
Der von uns genannte Preis versteht sich als Endpreis frei Halberstadt.
Es erfolgt keine Extraberechung von bestimmten Sonderausstattungen, Überführungskosten oder Ähnlichem.

Wenn Sie bei uns ein EU-Fahrzeug kaufen, übernehmen wir alle Formalitäten für Sie, sofern Sie es wünschen. 
Sie erhalten zulassungsfähige Papiere und eine Rechnung mit ausgewiesener Mehrwertsteuer, die wir an das Finanzamt entrichten.